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Projektbeispiele

Uruguay setzt auf Windenergie

Bei der Umgestaltung des Energiesystems setzt Uruguay auf erneuerbare Energien und deckt inzwischen mehr als die Hälfte des Primärenergieverbrauchs mithilfe erneuerbarer Energiequellen. Eines der wichtigsten Projekte ist in diesem Zusammenhang der Bau des Windparks „Pampa“. Er liefert jährlich bis zu 640 Gigawattstunden Strom und stellt damit die Versorgung von rund 180.000 Haushalten sicher. Der Windpark wurde in einer dünn besiedelten Region im Zentrum von Uruguay errichtet und ging Mitte 2016 wird ans Netz.  

Die Hamburger Nordex-Gruppe lieferte im Rahmen des Projekts 59 leistungsstarke Windenergieanlagen nach Uruguay. Darüber hinaus übernahm die Nordex-Gruppe für mindestens zehn Jahre die Instandhaltung und Wartung. Das Projekt wurde von der KfW IPEX-Bank und der Bayern LB finanziert. Die Bundesrepublik Deutschland stellte für das als Projektfinanzierung strukturierte Vorhaben eine Finanzkreditdeckung sowie eine Lieferantenkreditdeckung. 

Auf den Bildern sind baugleiche Windenergieanlagen zu sehen.

Windenergieanlagen von Nordex

Holzfaserplatten aus Mexiko

Die Dieffenbacher GmbH errichtete im Bundesland Tabasco im Südosten Mexikos eine Komplettanlage zur Herstellung von 172.000 m3 mitteldichten und hochdichten Holzfaserplatten (MDF und HDF) pro Jahr. Ob Maschinen zur Zerkleinerung der Rundhölzer, zur Herstellung von Leim oder zur Verpackung der Endprodukte – Dieffenbacher war für das technologische Gesamtkonzept verantwortlich. Eine Gasturbine für die Stromerzeugung gehörte ebenfalls zum Lieferumfang, wobei deren Abwärme der MDF-Anlage zugeführt wird. Die Herstellung der Platten erfolgte mit möglichst wenig Rohstoff- und Energie-Einsatz. 

Bisher mussten die mexikanischen Möbelproduzenten und Großhändler fast alle MDF-Platten aus den USA oder Chile importieren. Das veränderte sich dank der neuen Anlage. Das mexikanische Unternehmen Proteak – die Muttergesellschaft des Betreibers – bezieht das Holz für die Platten aus eigenen 8.000 ha großen Eukalyptusplantagen. Proteak verfügt über ein Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC) und bewirtschaftet sämtliche Flächen entsprechend der FSC-Vorgaben nachhaltig. 

Vor Ort hat die Anlage etwa 700 neue Arbeitsplätze geschaffen. Für das als Strukturierte Finanzierung konzipierte Projekt stellte die Bundesrepublik Deutschland eine Fabrikationsrisiko- sowie eine Lieferanten- und eine Finanzkreditdeckung. 

Holzfaserplatten aus Mexiko
Anlage der Dieffenbacher GmbH

Umweltgerechte Entsorgung von Säureteerablagerungen in Lettland

Die MUEG Mitteldeutsche Umwelt- und Entsorgung GmbH realisierte in Lettland eines der größten Projekte im Umweltbereich: Das mittelständische Unternehmen führte für Säureteerablagerungen die umweltgerechte Entsorgung durch – von der Erarbeitung der Sanierungskonzeption, der Installation der Aufbereitungs- und der Abgasreinigungsanlage bis hin zur Grundwasserreinigung.

Auch für den Abbau, die Aufbereitung und den Transport der Säureteere zeigte sich das Unternehmen aus Braunsbedra in Sachsen-Anhalt verantwortlich. 

Die 30 km östlich von Riga gelegenen Deponien wurden in den Jahren 1950 bis 1980 zur Lagerung von Produktionsabfällen aus der Erdöl- und Schmierölverarbeitung genutzt. Von ihnen gingen erhebliche Gefahren für die Umwelt aus, denn aufgrund von fehlenden Abdichtungen der Gruben wurden Böden, Grundwasser und Oberflächenwasser kontaminiert. 

Symbolbild Netz

Die Beseitigung der Säureteere und Sanierung der Böden und Gewässer war daher dringend erforderlich. Die MUEG Mitteldeutsche Umwelt- und Entsorgung GmbH bereitete die ausgeschriebene Menge Säureteer, 30.200 t, vertragsgemäß auf. Das Projekt wurde zu 70 % aus Mitteln der Europäischen Union finanziert. 

Die Bundesrepublik Deutschland unterstützte das Vorhaben darüber hinaus durch Übernahme einer Lieferantenkreditdeckung und einer Leistungsdeckung.

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Symbolbild Netz
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Lieferung von 250 Ambulanzen an Ägypten

Erneut erhielt die Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS) einen Großauftrag aus Ägypten: Das mittelständische Unternehmen lieferte 250 Ambulanzen auf der Basis von Mercedes-Benz Vito an das ägyptische Gesundheitsministerium. 

Damit sind nun etwa 2.800 komplett medizinisch ausgestattete Fahrzeuge von WAS in ägyptischen Städten und ländlichen Regionen im Einsatz. 

Die Fahrzeuge ähneln rollenden Kliniken: Über einen Monitor werden vom Raumklima bis hin zur Beleuchtung alle Funktionen des Ambulanzbereiches gesteuert, an der Decke sind Druckluft-  und Sauerstoffventile installiert – ebenso ein Mediboard mit Anschlüssen für Defibrillatoren, Spritzenpumpen und Monitore.

Die Bundesrepublik Deutschland stellte für das Geschäft Vertragsgarantien mit Avalgarantien.